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Das Ringgebirge und seine Pässe

 

Der Ring aus hohen, zerklüfteten Bergen umgibt das Stauchener Land schon seit Urzeiten. Schon vor den Faucherkriegen ragte es wie ein felsiger Wall zum Himmelsdach, schon vor der ersten Zeit waren die eis- und schneebedeckten Zinnen am Wolkenrand nur an klaren Tagen und auf den höchsten Türmen Stauchens zu sehen. Von dort kamen einst die Faucherbrüder, hier begann und endete der verheerende Sturm aus Feuer und Eis, mit dem die mächtigen Wesen Stauchen quälten, bis Swanhild – selbstlos und tapfer – den Brüdern entgegentrat.


Noch heute meint man bei jedem Schritt, den man vorsichtig und überlegt in dem unwirtlichen Gebirgsring setzen sollte, das rauchende Schnaufen der Drachenhüter hinter sich zu hören. In jedem klirrenden Schrei der riesigen Bergadler, die beständig über den Eindringlingen aus den Tälern kreisen, vermutet man noch das herz- und markerschütternde Brüllen eines Fauchers. Dazu reißt ein mächtiger Eiswind an Gewändern und Leibern, der selbst den lautesten Hilferuf von den Lippen reißt. Und überall sind Felsen, geformt von unvorstellbaren Wesen, die die Täler Stauchens vor jedem Unbill zu schützen gedachten als sie den natürlichen Wall errichteten. Oder waren es etwa die Faucher selbst, die das Schicksal mit ihren Klauen woben und den Stein mit ihrem nicht zu ermessenden Geist formten?

Wie und wer auch immer: nur drei Pässe ließen die Erbauer des Ringgebirges zurück.


Der Westpass, der irgendwann an Burgund anschließt, soll der gefährlichste sein, nicht wegen der Legenden um Faucherschwingen, die die Luft zum Singen bringen und den Beobachter den Atem anhalten lassen, sieht er den mächtigen Körper, der dort über ihn hinweg gleitet. Schmal und steinig und an vielen Stellen bis in den tiefsten Sommer hinein verschneit und eisgefroren, lädt er nur bedingt zur Wanderung ein. Orks und Goblins sind dort zudem inzwischen mehr als eine Wegplage, der man zwar mit Schwert und Axt Herr werden kann, die sich jedoch wie die Fliegen und Flöhe zu vermehren scheinen. Bisher hielt 'Krimbarts Klaue' den Pass weitgehend frei von Orken, im Winter 608/609 n.SR. haben sie sich jedoch bis hinter die Blutschlucht gefressen und sogar die Burg des Drachenritter-Ordens des Freiherren Risto Taurian zu Wulfnoth in ihren Krallen. Mögen die Faucher uns beistehen und die Orken von Stauchen fernhalten, Krmbart und seine Mannen konnten selbst mit Hilfe vieler Königsritter und Drachenritterinnen Sirinhildes III. das Blutvergießen nicht eher stoppen.


Der Ostpass führt am Ulaâth, dem höchsten Berg des Ringgebirges vorbei nach Falk und Cotiénne. Die Zwerge hüten ihren heiligen Berg, in dessen Herzen das wertvolle Fauchererz pocht und glüht, wie ihren Augapfel oder ihre erste Axt. Und so geben sie ihn - bis jetzt - nur nach zähen Verhandlungen für wenige Handelsrouten frei, so etwa an der Zwergenhütte Enschacht am Bruuch der Tagebauzwerge. Auch ist der Pass durch die stete Gefahr von plötzlichen Fels- oder auch Schneelawinen im Winter nur bedingt und nur mit der Hilfe eines Bergführers (meist Zwerge natürlich) begehbar. Doch vielleicht wird sich die Situation ändern, wenn man mit den Nachbarn erste zarte (Handels-)Kontakte geknüpft hat.


Der Südpass führt direkt aus der Grafschaft Rathelbeck hinaus und irgendwann an die Falk'sche Küste heran, von der die Gruppe um Gräfin Agathe II. von Rathelsbeck in die Ferne aufbrach. Weniger hoch gelegen als die anderen beiden Pässe ist er sogar an einigen Stellen baumbewachsen und schon allein daher einladender als die gletscherhaften Hochpässe des Nordens. Jedoch trifft man - so erzählen es die reisenden Diplomaten um die Baronin - nicht selten wundersame Gestalten, die nur aus den Nebelellen und dem Clannthin erwachsen können: Gnome und Kobolde treiben hier vor allem ihren Schabernack. Und stets fühlt man sich beobachtet, ein stechendes Gefühl im Nacken, das nicht weggehen will, so fest man sich auch einzureden versucht, es sei bloße Einbildung. Ist es ein Faucherhüter? Oder doch ein Mirkwin? Freund oder Feind?


Doch egal, welchen Weg man einschlägt, über welchen Pass man ins Stauchener Land gelangen will: im Ringgebirge sind alle Nächte kurz, alle Tage mühsam und kalt, jede Stunde aufreibend und jeder Augenblick möglicherweise todbringend, denn jeder Fremde der versucht, in das Land einzudringen - Freund oder Feind - sollte sich der Gunst der Faucherhüter vergewissern, will er nicht zu Asche zerblasen oder zur ewigen Eissäule erstarren in ihrem mächtigen Atem. So weiß es jeder Staucher und so singt es jeder Staucher in der Hymne des Landes:

"Die Staucher sind frei,
wer will sie versklaven, den haut es entzweih
mit fauchendem Atem. Wer schlägt sie in Ketten,
der kann sich nicht retten!
Die Faucher dabei
- ja, die Staucher sind frei!"

(nach "Die Gedanken sind frei")

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Stauchen ist ein Land des Phantastische Welten e.V.