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Religion

 

 

 

 

Furwin und Reginsfar heißen die beiden Faucherbrüder (Drachen), die in Stauchen angebetet werden. Es soll aber auch verschiedene Sekten geben, deren Anhänger erbittert von der Inquisition »Krimbarts Klaue« verfolgt wurden.

In einigen Gebieten Stauchens hat sich der Glaube an die Sechs (Faucher) druchgesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ehemalige Inquisition und Streiter und Hüter des Glaubens: Krimbarts Inquisition

Unter Königin Kingrundîne etablierte sich eine kampfstarke und glaubensfeste Gruppe um den damaligen Herzogs Filigrâm von Thalobîn und Thalothien und wurde 257 n.SR. als Inquisition institutionalisiert. Es folgten Welle um Welle von großen "Bereinigungen des widerfauchischen Gezüchts" in Thalothien und Nord-Galothien, die der Inquisition bis heute noch ihren Ruf als nicht nur fest im Glauben, sondern auch fest und schnell mit Schwert und Feuer eingebracht hat.

In der Klosterfeste Weissenburg herrschte bis 613 n.SR. ein strenger Wind und Ton. Tonangebend ist hier die geistige Noblesse Cumularius von Weissenburg, religiöses Oberhaupt des geistlichen Zweigs der Inquisition. Die Klosterfeste war bekannt für ihre Unannehmbarkeit aufgrund des fauchischen Schutzwalles, den die Vorfahren des Großinquisitors einst um sie errichten ließen, für ihre geheimen Archive alter und uralter Schriften und Dokumente und für ihre unausbrechbaren Verließe ohne Widerkehr.

Seit 613 n.SR. scheint sich Stauchen immer mehr dem neuen Sechsfaucherglauben zu öffnen. In der Grafschaft Rathelsbeck ist es die offiziell erklärte Glaubensrichtung des Grafenhauses. Auch König Sgreefried selbst hat durch seine Teilnahme an einer Zeremonie des Sechsfaucherglaubens seine Haltung erklärt.

 

Die Mythologie

So erzählt es die Geschichte von Swânhild: zwei Drachenbrüder, die einst das alte, verwerfliche Stauchen mit Krieg berzogen, wurden von Swânhild von Wert und Tugend des Menschen überzeugt und so wurde das neue Stauchen aus brennendem Drachenfeuer neu geboren. Swanhild verband sich mit dem Faucher Reginsfar und ihr Nachwuchs regiert bis heute das kleine Land, daher spricht man dem Königsgeschlecht auch Drachenblut zu. Furwin, der unterlegene Faucher, vertraute dem Menschen nicht, forderte schließlich seinen Drachenbruder zum tödlichen Duell und erkannte erst in seinem Tod die Großmut Swanhilds und seine eigene Verbissenheit.

 

Der Glaube

Aus dieser Mythologie erwächst der Glaube an die hütende und beobachtende Absicht der beiden Drachen, deren Geist natürlich nicht gestorben ist, sondern sich in besonderen Situationen auch in vielerlei Gestalt materialisieren kann. Die Drachen bewohnen das Ringgebirge, ihr Hort ist der unzugängliche, unendlich hohe Ulaâth im Nord-Osten des Landes. Sie symbolisieren Stabilität und Ordnung (Reginsfar, der weiße Drache der Eiseskälte) auf der einen und Chaos und Veränderung (Furwin, Drache des Feuers) auf der anderen Seite.
Beide Haltungen sind in ihrer Ausgeglichenheit notwendig, um ein harmonisches Sein zu tragen. Tag und Nacht, Hitze und Kälte, Leben und Tod usw. zeigen dem Menschen, das ein duales System lebensbestimmend ist. Hier manifestiert sich die Weisheit der Drachen. Ein tugendhaftes Leben (Ehrlichkeit, Treue, Tapferkeit, Weisheit, Mäßigung, Selbstlosigkeit) lässt das Wohlwollen der Drachen wachsen. Untugenden werden in diesem oder im nächsten Leben bestraft.

Was die Legende der Faucher angeht, kann man heute noch Spuren ihrer Wahrheit erkennen: die materielle Hülle Furwins starb beim Kampf der Faucherbrüder über Feuerland/Elhambra und seine Knochen bilden heute das Mittelgebirge, welches Thobrinthien von Herothien trennt. Die Drachen sind jedoch nicht gestorben, denn die Drachenform ist natürlich nur eine Hülle der Faucher – nichts vermag den Fauchischen Geist, seine Präsenz wirklich zu fassen, sodass der Mensch sich nur für ihn selbst begreifbare Vorstellungsbilder schafft und diese sind eben die Drachenformen.

 

Rituale und Formeln

Das Stauchische Leben wird in vielerlei Hinsicht vom Glauben an die Faucher geprägt, was sich in vielen Handlungen des Alltags und in vielen zeremoniellen Handlungen und Ritualen nierderschlägt:

 

Tod
Nach drei Tagen Trauerzeit (die Zeit, die Reginsfar einst mit Swanhild verbrachte, bis er von ihrer Tugend überzeugt war) wird der Gefallene aufgebahrt und im Kreise seiner Angehörigen und aller Mittrauernden verbrannt. Dabei wird der Tote mit den Requisiten ausgestattet, die ihn treffend bezeichnen. Gibt es kein Testament, so wird das Erbe zu gleichen Teilen an die Angehörigen aufgeteilt, wobei der Ehepartner oder der Erstgeborene die Erbteile in eigenem Gutdünken verteilt. An der Feuerstätte werden die Tugenden des Verstorbenen gepriesen und so die Drachen gülich gestimmt, damit sie dem Toten die Pforten zum Totenreich öffnen.

In der Trauerzeit werden die Abende mit Geschichten über den Verstorbenen verbracht. Eine helle und eine dunkle Kerze müssen im Raum dabei beständig brennen. Die Flammen dürfen auch am Tage nicht verlöschen.

Es gibt keine Trauerkluft. Die nahen Angehörigen und engen Freunde tragen oft ein Teil aus dem Besitz des Verstorbenen, das sie an den Toten erinnert. Dies geht zugleich als Erbe an die Trauernden über, wenn es nicht anders im Testament vermerkt ist.


Gastlichkeit:

Es ist üblich den eintretenden Gast mit Brot, Salz und Wasser zu begrüßen, um den Reichtum des Hauses zu präsentieren und dem Gast zugleich zu zeigen, das für sein Leibliches (Brot) und geistiges (Wasser) Wohl sowie für sein Vergnügen (Salz) gesorgt sein wird. Als Gast nimmt man das Bort, bestreut es mit einer Prise Salz und nimmt einen Bissen, bevor man eine weitere Prise Salz über seine linke Schulter streut, ohne ihm hinterher zu schauen [in bäuerlichen Kreisen schnuft man danach in seine linke Hand und reicht sie dem Hausherren, der diese bespuckt und danach mit einem Zipfel seines Hemdes trocknet] und danach einen Schluck Wasser nimmt und einen weiteren Schluck Wasser zur rechten Seite ausspuckt.

Man begrüßt im übrigen zunächst die Hausdame, dann den Hausherren. Das Wort richtet man – sind beide anwesend – zunächst an die Dame des Hauses.

Ungeschriebenes Gesetz besagt, dass es in höfischen Kreisen dazu gehört, den Gast mit Gesang, Tanz und Gaukelei zu unterhalten.

Unhöflich ist es, sich bei der Verabschiedung für das Erlebte zu bedanken, da man den Hausherren damit beschämt.

Vor dem Essen werden die Drachen angerufen, wobei kurze Ausrufe ebenso üblich sind wie lange Gebetsformeln, egal in welchen Kreisen man sich befindet. Beispiele. „Furwins Heißhunger ohne Mäßigung“, „Reginsfars Klarheit zum Wohle“, „So soll sich in meinem Magen, das will ich hier sagen, der Wein mit guter Speise paaren, so wie Reginsfar sich mit Swanhild traf, paf“ usw.

 

Abend/Dämmerung:

Am Abend wird der Tag, der Reginsfar ob seines klaren Blicks zugesprochen wird, mit einer kleinen Geste verabschiedet: man wirft etwas Staub dem Himmel entgegen und spricht dabei „Auf das das Zwielicht der Unsicherheit der leuchtenden Klarheit und Ordnung stets Untertan bleibt.“

 

Begrüßungsformeln:

„Reginsfar/Furwin zum Gruße“

„Dem Klaren/Dem Werdenden zum Gruß“

„Reginsfars Klarheit in deinem Tun, Freund!“

„Furwins Leidenschaft in deinen Taten, Freund!“

 

Abschiedsformeln:

„Mögen die Drachen dir lachen!“

„Mögen die Drachen mit dir sein!“

„Klarheit und Leidenschaft auf deinen Wegen“

„Mäßigung und Ordnung begleiten euch/dich“

 

 

 

 

 

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